Auswirkungen und Einflüsse beim Lebensmittelkauf

Liebe Leser,
wir leben in einer Zeit, in der unsere Ökonomisch geprägten Werte immer mehr unser Denken und Handeln in unserem Leben bestimmen. Wir werden uns mehr und mehr bewusst dass unser direktes Handeln immer verknüpft ist mit seinen Auswirkungen, aber auch mit ihren Einflüssen auf alle
Menschen in unserer Gesellschaft. Wo ich mein Geld, als einen direkten Wert ausgebe, unterstütze
ich auch dieses installierte System des Handelns mit ihren Auswirkungen auf uns alle. In seiner direkten Form der Beeinflussung ist uns diese immense Steuerung auf unsere Gesellschaft nicht immer so direkt bewusst.

Kaufe ich vermehrt z.B. bei großen Discountern oder Lebensmittelketten ein, erzeuge ich damit auch
ein allgemeines Zugeständnis für diese gekauften Produkte. Ich gebe damit mein Einverständnis ab,
wie diese Lebensmittel produziert wurden. Dieses Einverständnis bezieht sich auch auf die so genannte
Qualität und ihre Herstellungsbedingungen und dem Industriellen erzeugten Geschmack. Dieser Geschmack wird erreicht durch den legitimierten Einsatz von künstlichen Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe. Unsere Vielfalt an natürlichen Geschmacksmöglichkeiten mit ihrer Emotionalen Bereicherung für uns als Mensch, werden hiermit immer mehr eingeschränkt. Wir werden somit, um
unsere von Natur aus gegebenen natürlichen Geschmacksemotionen betrogen.

Auch den direkten Handlungsbezug auf das soziale und ethische Werteverständnis in unserer Gesellschaft, sollten wir hier nicht außer Acht lassen.

Dieses fast schon regelhafte Einkaufsverhalten erzeugt in uns als Menschen wiederum ein Gewohnheitsdenken, das eine Veränderung in unserer Handlungsweise für jeden von uns nur noch
schwer zulässt.

In einer Welt einer standardisierten Mentalen Routine, lässt unsere individuelles Handeln zu einem
Trampelpfad zusammen schmelzen. Unsere eigenen Einkaufsgewohnheiten werden von uns selbst
nicht mehr hinterfragt. Sondern wir folgen nur noch den vorrauslaufenden Massen. Handeln sollte
mmer in seinem Selbstverständnis nach individualisiert sein und nicht einer verirrten Massenhandlung folgen. Eine Gesellschaft wird immer die vorausdenkenden Menschen und ihr Handeln etwas belächeln, doch nach einer Weile werden diese Personen bekämpft und in ihrer dritten Phase werden diese als weitsichtige Menschen verehrt. Nach dem Motto: „ dass habe ich doch auch so vorausgesehen“.

Darum sollten wir zumindest Zeitweise uns anderer Einkaufsalternativen als Bereicherung für unsere eigene Geschmacksvielfalt in unserem Leben bedienen. Wir sollten es uns selbst wieder Wert sein, als Mensch, kleinen und Regionalen Manufakturen zu unterstützen. Das ganze verbunden mit einem modernen Vertriebsweg über das Internet, so das alle die Möglichkeiten erhalten auf diese Produkte zuzugreifen. Warum nicht? Wir sollten wegkommen von unseren Massentrampelfaden und uns wieder
auf unsere eigene Geschmacks-Autobahn begeben.

Für ein wieder entdecktes Abenteuer unserer Lebensmittelvielfalt und Variationen Reichtum, als Bereicherung für ein Genussvolles erleben und einem Erlebnis in unserem Leben.

Ihr
Landeinkauf-Team

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3 Responses to Auswirkungen und Einflüsse beim Lebensmittelkauf

  1. Dr. Sylvia Pfaff says:

    Sehr geehrtes Landeinkauf-Team,
    ich kann Ihre Darstellung in Bezug auf den kausalen Zusammenhang zwischen Einkaufsverhalten und Auswirkung absolut teilen. Allerdings sehe ich, dass sich immer mehr Menschen Gedanken über ihre Gesundheit machen und dies berechtigterweise auch mit dem Einkauf und Verzehr von Lebensmitteln in Verbindung bringen. Wenn man bewusster einkauft, muss man nicht zwansgläufig mehr bezahlen, sondern kauft z.B. saisonale Produkte, die beser verfügbar sind und daher günstiger. Das bedeutet aber, sich mit dem Lebensmittel auseinander zu setzen.
    Auf diesem Weg versuche ich so viel wie möglich zu helfen.
    Herzliche Grüße,
    Dr. Sylvia Pfaff

    • Vielen Dank für Ihren Beitrag. Ihr Beitrag hat mich zugleich angeregt und nachdenklich gemacht, mich mit dem Thema Geld und seinen Gegenspielern den dagegenstehenden Wert und Aufwand für ein Produkt in unserer Gesellschaft zu befassen.
      Freundliche Grüße von Landeinkauf

      Lorenz Stöpfel

    • Albin says:

      Ein gutes Beispiel für den scheinbaren Widerspruch zwischen Werbung und Information kannst du im Video-Clip von Peter Weish sehen: Dort wird das Bild der Werbung – Hühner im Freiland – der Realität des Autors gegenübergestellt: Hühner im vollbesetzten Stall.Die tatsächliche Realität sieht natärlich so aus, dass die Biohühner in einem Stall leben der Zugang zum Freiland hat. Will ich Bioeier verkaufen, dann werde ich die Hühner im Freiland zeigen, will ich „Bioschmäh-Bücher“ verkaufen, dann werde ich Hüchner im Stall zeigen. Beides ist manipulativ, weil es nur einen Teil der Realität zeigt.Die Annahme, dass es Informationen gibt, die rein objektiv sind, also einzig das Interesse der Aufklärung haben, ist falsch. In einer freien Gesellschaft gibt es freien Informationszugang. Das heisst aber nicht, dass diese Informationen keinen Interessen folgen. Wichtig ist es, diese Interessen zu kennen. Aus der Fülle der Informationen und der Interessen ergibt sich erst ein Bild, dass der Realität vermutlich nahe kommt. Die Idee der reinen, also objektiver Information hat immer etwas Bedrohliches an sich.

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